wuv.de, 18.06.2009
Das Gros der Teilnehmer am Ranking musste hingegen Federn lassen – die Rezession geht an den Werbefilmern nicht spurlos vorbei. Die Umsatzerlöse sanken im Schnitt um 4,1 Prozent. 2007 erzielte die Top 30 noch ein Plus von zehn Prozent. Dennoch zeigt sich der Markt indifferent: Den zehn Unternehmen, die eine Umsatzsteigerung für 2008 melden, stehen acht mit einer Negativentwicklung gegenüber.
Das Kerngeschäft der Produktionshäuser stellt unverändert der klassische Werbefilm dar. 1395 Filme drehten die Rankingteilnehmer im vorigen Jahr – genau so viele wie 2007. Allerdings ging das Umsatzvolumen von 309,6 Millionen Euro auf 290,1 Millionen Euro zurück. Das Business mit digitalen Medien und Branded Content/Branded Entertainment entwickelt sich insgesamt langsamer als erwartet. Trotzdem stellt sich eine Reihe der Produzenten – gerade was Internet angeht – breiter auf. Einige Beispiele: Tempomedia, Frankfurt/Hamburg, die ihre Position auf Platz 3 stabilisieren konnte, will im Herbst mit einer neuen Lösung aufwarten. Bakery Films, Hamburg, kooperiert mit VICE, um Content zu generieren. Pläne, eine Online-Unit zu gründen, hatte auch Mood and Motion. Diese wurden aber wegen der wirtschaftlichen Lage vorerst zurückgestellt.
Insgesamt wird sich „der Trend, dass mit sehr viel höherem Pitchaufwand um insgesamt weniger Projekte gepitcht wird, wohl fortsetzen", glaubt nicht nur Christiane Dressler von Radical Media, Berlin. kr







